Hirschberg, Thammühl & Habstein

Im Ort Jestrebi (deutsch Habstein, auch Habichtstein), in der Nähe von Stare Splavy (Thammühl) gibt es eine uralte Burgruine und unmittelbar daneben einen ehemaligen verfallenen Gasthof, der seit einigen Monaten restauriert wird. Ich hab mal ein Foto von der momentan noch sichtbaren Original-Fassade geschossen. Dort steht (schwerleserlich) geschrieben: „H. Hölzels Gasthof und Pension“… Ich würde zu gern mal wissen, wie es vor mehr als 100 Jahren dort ausgesehen hat.

Jestrebi Habstein Habichtstein

Übrigens: Die Originalfarbe des Schriftzuges scheint rotbraun zu sein, darüber getünscht gibt es aber noch eine weitere Schrift (vermutlich deutsche) in weißer Farbe. Dies kann man aber besser auf dem vergrößerten Bild sehen, nur entschlüsseln konnte ich es leider noch nicht.

Es gibt nur noch wenige historische Spuren an Gebäuden, die vom jahrhundertelangen Zusammenleben von Deutschen und Tschechen in dieser Region zeugen. In Doksy (Hirschberg), in der Nähe vom Hotel Grand, gibt es noch eine alte deutschsprachige Fassaden-Reklame für Schokolade. Auf dem Friedhof gibt es einen interessanten Grabstein von einem deutschen Pfarrer aus dem 17. Jahrhundert und am ältesten Haus von Doksy (Hospitalek, jetziges Machamuseum) gibt es eine kleine Messingtafel, die den Namen der damaligen Stifter dieses Hauses trägt (Foto: „Spitalstifung errichtet Anno 1669 von Maria von Heißenstein.“). Weitere Infos zum Macha-Museum.

Museum Doksy

Falls jemand von Euch noch weitere Zeichen aus vergangenen Zeiten gesehen hat, bin ich für jede Information dankbar. Fassaden zerbröckeln mit der Zeit oder werden restauriert, Fotos halten bestimmt länger.

Bei Interesse kann ich auch mal ne kleine historische Führung durch Doksy machen.  🙂 Alles hier aufzuzählen würde vielleicht langweilen, wenn man es nicht sieht…

11 Gedanken zu „Hirschberg, Thammühl & Habstein

  1. Tschechin

    ich mag sehr gerne alte Gebäude, nur leider werden sie in CZ nicht immer so Saniert wie sie einmal waren. Immer wenn ich durch die Tschechei fahre muss ich feststellen, das es noch eine Menge gäbe, die auch saniert werden sollte. Nur leider das Geld fehlt. 🙂

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  2. Alexis

    Richtig. Die Substanz ist ja da. Könnten teilweise herrliche Städte und Dörfer sein. Hauptproblem ist mit Sicherheit das Geld. Einiges ist ja schon gemacht. Oft die wichtigsten Dinge wie Marktplätze. Aber vielerorts siehts halt noch schlimm aus. Vor allem auf kleinen Dörfern, wo kaum Arbeit ist und viel verlassen steht.

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  3. Zwönitzer Jungs

    Das sieht man aber zum Beispiel im Osten Deutschlands auch noch, dass in „verlassenen“ Dörfern nichts passiert, das kommt mit der Zeit…
    Denn Zeit ist Geld…;-)

    P.S. Ich hab immer mehr den Eindruck, dass uns Doksak im Sommer zu nem historischen Stadtrundgang einladen will…!? 😉

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  4. honza

    Hi,
    bin ein paar Mal durch die Gegend gefahren, und immer wenn ich eine alte Fassade mit Schriftzügen sehe, mache ich ein Foto. Das Bild von dem Gasthaus nahe Habichtstein kommt mir irgendwie bekannt vor, ich glaube auch der Name des Gastwirtes sagt mir was. Auf meinem Bild steht der Name und dazu noch „Gasthaus zu Podlitz“. Habe auch in alte Militärkarte geschaut – der Ort hieß auf Deutsch tatsächlich Podlitz. Uebrigens: nicht weit von dem Haus habe ich noch ein altes Wirtshaus gefunden – liegt ebenfalls direkt an der Straße. Alter Schriftzug: Gasthof zur Traube. Nicht schlecht!

    Gruß Honza

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  5. Hallgarten Siegfried

    mein Vater wurde am 20.11.1926 in Hirschberg am See geboren
    er ist aber leider sehr früh verstorben.
    wissen sie vielleicht ob es in Hirschberg zu dieser zeit eine Familie mit Nachnamen Hallgarten gegeben hat?

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  6. Richard Frank

    Im Jahr 1949 war in Hirscberg eine Schule für Führungskader,die dafür ausgebildet wurden,umin Dörfern des Sudetenlandes,die Leitung zu übernehmen,um freiwillige Helfer für die Bauern zu leiten.
    Dorthin hatte ich mich gemeldet und wurde auch angenommen.In Hirschberg
    erlebte ich eine wunderbare Zeit,denn Hirschberg war schon damals in schönes Städchen.
    Ich erlebte dort eine Zeit,welche ich niemeh vergessen kann.Gern möchte ich einmal wieder dorthin fahren,um Erinnerungen aufzufrischen.Gern wüßte ich,woher ich einige Bilder dieser kleinen Stadt erhalten könnte.Ich war auch im Schloß,bei der Familie von Waldstein eingeladen und hatte ein gutes Gespräche mir Graf Walsatein selbst.
    Aber das alles ist nur noch erinnerung.

    Einen lieben Gruß
    Richard Frank

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