Archiv für den Autor: Zwoenitzer Jungs

Tippteam Dynamo Doksy sucht Verstärkung!!!

Wie jede Saison auf’s Neue, geht auch auch das Tippteam wieder auf Punktejagt im MDR Tippspiel!

Leider kämpfen wir seit Mitte letzten Jahres mit Mitgliederschwund…

…jeder ist willkommen, damit das Tippteam wieder an glorreiche Zeiten anknüpfen kann!

Einfach beim MDR anmelden und dabei sein!

http://www.mdr.de/scripts4/tippspiel/

Ich seh euch im Team!

Capitano Matze

Zwönitz im Anflug…

Morgen ist es soweit und die ersten Zwönitzer Jungs schlagen in Doksy auf. Mit unverkennbarem Design des roten Blitzes werden Micha alias „Sladky jako med“ und ich die Vorhut für die am Freitag nachkommenden Nau, Ko(t)zy-Mike, Hotte und unseren Grillmeister Kroppl darstellen. Ich hoffe, Doksák hat bereits ein paar Bierchen kalt gestellt.

…der rote Blitz…

Dieses Jahr ist sogar ein Kulturprogramm geplant. Donnerstag Morgen geht es mit dem Zug nach Mladá Boleslav ins Skoda Museum. Das kann ja wieder heiter werden…;-)

Doksy Bier Verkostung in Zwönitz

Freitag war es endlich so weit, das erste Doksy Bier, welches jemals in Zwönitz verzehrt wurde. Eine Flasche des Hauptpreises hatte ich extra dafür aufgehoben, um es nach einer Reise von Doksy über Dresden, mit der Post nach Hannover und wieder zurück ins Erzgebirge, mit meinen Freunden zu verzehren. Doksak äußerte zwar, dass es evtl. nicht mehr genießbar wäre, aber geschmeckt hat es trotzdem noch.

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Nau und ich mit dem köstlichen Doksy Bier.

Doksy Bier in Zwönitz

Wie ihr sicher wisst, habe ich kurz vor Weihnachten beim Bier-Rätsel des Hauptpreis abgeräumt – 2 Flaschen köstliches Doksy Bier. Da ich es selbst kaum erwarten konnte, hab ich die eine Flasche glatt mal mit meinem Mitbewohner platt gemacht. Die zweite ist Freitag Abend dran, kann ja meine alten Zwönitzer Kumpels nicht auf dem Trockenem sitzen lassen.

Natürlich wird dann auch berichtet, wie’s geschmeckt hat…

Doksy 2003 – Der Sommer unseres Lebens

So Leute, ich hab euch lange warten lassen, aber hier kommt die sehnlich erwartete Fortsetzung der Vorgeschichte… 😉

Freitag Morgen, die Sachen waren gepackt, auf ging´s nach Brünn zum Motorad-Grand Prix! Über Chomutov und Prag ging es quer durch´s gelobte Land ehe Christians Focus zielsicher den ersten ersichtlichen Zeltplatz in Streckennähe ansteuerte. Schnell wurde eingecheckt, die Zelte aufgebaut und ab an die Strecke. Nach kurzer Besichtigung der Naturtribüne und ein paar vorbeirauschenden Motorrädern ging es zurück zum Zeltplatz, der sich jetzt auch langsam füllte. Direkt neben uns hatte sich ein ungarisches Paar mittleren Alters und eine brandenburgische Motorrad-Clique eingenistet. Fast hätte ich es vergessen, da war noch ein alter rostiger Skoda, ein Zelt und 2 Personen…

Leider wurde unserem Kumpel Max Neukirchner, hoffnungsvolles Talent in der Superbike-WM, in diesem Jahr noch die Wild-Card verwehrt, aber irgendwann werden wir ihn sicherlich in der MotoGP bewundern können…;-)

 Des Abends sind wir noch ein wenig über den Zeltplatz gezogen und haben mit Fans unterschiedlichster Nationalität gefeiert, ehe es uns dann ins Bettchen zog! Als ich am nächsten Morgen aus dem Zelt schaute, konnte ich es kaum glauben, aber aus dem alten Skoda, dem einen Zelt und 2 Personen waren über Nacht 2 alte Skodas, 5 Zelte und 12 Personen geworden… …so langsam wurde ersichtlich, dass sich Zigeuner neben uns breit machen, was uns zunehmend Sorgen bereiten sollte…

Nach einer gründlichen Morgenhygiene trieb es uns des frühen Nachmittags an die Strecke, um die Qualifiings anzuschauen. Von da zurück hieß es wieder Party auf dem Zeltplatz. Nachdem wir von ein paar polnischen Verrückten, die Vodka am Motorradaupuff erhitzten, Einen eingeflößt bekommen haben zogen Nau und ich weiter, da wir ein böses Ende dabei kommen sahen. Micha schaffte den Absprung nicht und trank weiter… …viel wußte er von diesem Abend später nicht mehr zu berichten… 😀 Nau und ich zogen noch ein paar Runden übern Platz und gingen dann schlafen. Micha war noch nicht da, hatte aber über Nacht noch irgendwie ins Zelt gefunden.

Am nächsten Morgen weckte mich Micha und meinte, jemand hätte unsere Campingstühle geklaut. Ich, sofort raus aus dem Zelt, sah die Zigeuner auf unseren Stühlen sitzen, ein Polizist und der Ungar daneben. In meinem Tran musste ich mir meine Stuhl zurückerobern und stieß den Übeltäter direkt vom Stuhl, sagte noch einen Satz dazu und saß mich genüßlich in meinen Stuhl und zündete mir eine an. Der Ungar beschwerte sich übrigens bei dem Polizisten, dass die Zigeuner sein Fleisch geklaut hätten. Diese ließen sich davon gar nicht stören, legten dessen Fleisch auf den ebenfalls geklauten Grill und gaben ihm seine Tupper-Dose zurück, alles in Anwesenheit der Polizei. Neben unser Zelt hatte dann noch einer hingesch… , was wir natürlich auf unsere Nachbarn schoben.

Egal, diesen Sonntag standen die Rennen an! Kurz vor Mittag ging es zur Strecke, denn 3 Klasse Rennen sollten uns erwarten. Danach ging´s wieder zum Zelt, wo Nau vergessen hatte, das Auto abzuschließen, waren ja auch nur das ganze Urlaubsgeld, Papiere usw. im Auto. Komischerweise hatte sich unsere Nachbarn aber nicht daran zu schaffen gemacht, puuh…

Nach einem weiteren Partyabend auf dem Platz hieß es Montag morgen Sachen packen und ab nach Doksy. Ich hoffe, ich hab euch nicht zu sehr mit Motorsport gelangweilt, aber lest ruhig weiter, es wird noch richtig lustig… 😉

Moment, eins hab ich noch vergessen, Micha´s Socken!!! 2 Paar weiße Tennissocken für 10 Tage Urlaub, UNGLAUBLICH! Nach diesem WE waren die schon schwarz, spielen aber nochmal eine Rolle… 😉

MONTAG – Kaum in Doksy angekommen, hieß es erst mal einkaufen, Zelt aufbauen, einchecken und die Umgebung abchecken. Unser Zelt hat seit dieser Zeit einen Stammplatz direkt nach der Rezeption auf der linken Seite, von da hat man einen perfekten Blick darauf, was den ganzen Tag über den Zeltplatz spaziert… 😀 Nach ein paar Bierchen und einer festen Mahlzeit sollte es diesen Abend ins Zamek gehen, die sollte man sich ja nicht entgehen lassen! Unser erster Weg da führte direkt an die Bar, ein paar Drinks später auf die Tanzfläche und schon hatten Micha und ich jeweils ein Mädel zur Hand. Ich wusste gar nicht mehr richtig, was so eigentlich los war, wir standen plötzlich vor der Disko, ich ging davon aus, wir zeihen weiter und wollte Nau holen, doch das Mädel ließ mich nicht mehr weg. Ich ging immer noch davon aus, dass wir jetzt ins Bilý Kamen ziehen, aber etwa 100m vorher war Schluss, denn unser Weg führte in unser Zelt! Was hier ablief, möchte ich jetzt nicht weiter beschreiben, nur eine Aussage von Micha: „Hey Matze, lass mal tauschen!“ Zum Glück konnten die Mädels das nicht verstehen, aber sicherlich haben Leute andere Geräusche gehört, der Weg zur Disko war ja nur 10m!!! entfernt… Später zogen wir dann wieder Richtung Zamek, denn Nau war ja noch da! Unterwegs verabschiedeten sich die Mädels, von einer konnte ich aber noch die Handynummer ergattern…;-) An der Disko angekommen, wurde Nau gerade von den Türstehern nach draußen begleitet. Das is schon ne echte Meiterleistung, in Tschechien aus der Disko zu fliegen, also ich hab´s noch nie geschafft! Die Frage nach dem Wie ist noch viel besser: 2 Stunden lang 2 tschechischen Soltaten ständig mit dem Arsch vor der Nase rumtanzen und ihm den Mittelfinger entgegen zu strecken, dann war das Maß voll, genau wie Nau! Da er dann auch noch den Shuttle-Service und das Taxi zurück zum Zeltplatz verwies, mussten wir ihn gezwungenermaßen begleiten und uns den Vortrag unseres Lebens anhören, was wir doch für schlechte Freunde wären etc… Dazu gab´s ständig Schläge auf den Hinterkopf! Ich schiéb´s mal ganz stumpf auf die Mädels… 😀

DIENSTAG – Zum ersten Mal durchgeführt und seitdem jeden Morgen das Selbe, halb 10 nur mit Shorts übern Zeltplatz, eine lecker Rinderbrühe abholen, in den Campingstuhl setzen, Bier auf, Kippe an. Zumindest war das bei mir der Fall, Nau und Micha lagen meist länger in den Puppen, nur ich konnte bei der Hitze einfach nicht schlafen. Heute sollte es ein wenig Sightseeing in Doksy geben, dabei musste ich mir etwas Kohle von Micha leihen, wofür ich ihm abends Einen ausgeben sollte… Die 2 Mädels vom Vorabend haben wir dann zufällig im Plus entdeckt, aber kennen wollten sie uns nicht mehr. Ich kam mir so benutzt vor!!! 😉 Mit einigen Nachbarn in unserer Umgebung hatten wir uns dann auch bereits angefreundet und mit denen ging´s dann auf die Piste… Bereits wieder gut angeheitert und vorheriger „Holzmichl“-Beschallung des Platzes gings die paar Meter hoch zum Bilý Kamen. Es dauerte nicht lange und Micha tanzte Oberkörper frei auf einem Tisch, während ich mich um seinen Drink kümmerte. An der Theke bestellte ich „Absinth double double“, worauf ich ein randvolles Whiskey-Glas mit diesem Teufelszeug bekam. Ich drückte es Micha mit der Aufforderung „Ex, ex!“ in die Hand und unter dem Einstimmen der Anderen blieb ihm keine Wahl, das Glas zu exen… Ich staunte nicht schlecht, aber die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Etwa 10 Minuten später fiel er wie ein Brett vom Tisch und schlug unsanft auf dem Ellenbogen auf, aber Micha war sofort wieder auf den Beinen, wieder rauf auf den Tisch und weiter gings…

MITTWOCH – Während ich bereits mein Morgenritual vollzogen hatte, kroch Micha ganz langsam aus dem Zelt, mit nem richtig blauen Ellbogen… 😉 Nau sollte sich erst später aus dem Zelt schauen, Kopf vorraus und Micha´s Socken vor sich ausgebreitet… Der Rest ist im letzten Rätsel beschrieben! Heute sollte ich meinen ersten Absturz feiern… Des Abends hieß es mal wieder Zamek und ich dachte, so wie das mit den Mädels die letzten Tage lief, so geht´s heute weiter, aber falsch gedacht… Rumknutschen war kein Problem, aber auf die Schnelle mitkommen wollte Keine. An den Rest des Abends konnte ich mich dann nicht mehr entsinnen. Die beiden erzählten mir am nächsten Tag, dass ich mich ebenfalls dem Shuttle-Bus verwehrt hätte und auf dem Rückweg etwa 30 Gulli-Deckel aus der Straße gerissen hätte, glauben konnte ich das nicht, aber ich hab am kommenden Tag da so 2 fehlende entdeckt… 😉

DONNERSTAG – Heute ging´s uns alles gar nicht gut, aber es war der erste Tag, an dem wir es zum Strand geschafft hatten. Ich meinte irgendwann, dass ich Bier holen gehe, Micha und Nau wollten nur Cola. Mit 50 Kronen bewaffnet reicht das nur leider nicht und ich kam mit 3 Bier zurück. Die beiden waren gleich am Meckern, aber wenn Bier so subventioniert wird, muss man einfach zugreifen… 😉 3 weitere Bier pro Nase mit Strohhalm später waren wir wieder alle gut drauf und besuchten eine Cocktail-Bar am Strand. Nachdem wir die komplette Liste einmal durch hatten, ging´s zum Bunjee-Trampolin und dann nach Hause, mit kurzem Zwischenhalt am „Jungle Creek“… Ich kann nur empfehlen, dass im nüchternen Zustand durchzuführen, denn ich hab mich da oben verdammt schwer getan. Abends war wieder Bilý Kamen angesagt, viel war nicht mehr mit uns zu wollen und die kleine Lesben-Show, die da 2 Mädels abgezogen haben, hat mir den Rest gegeben…

FREITAG – Viel ist diesen Tag irgendwie nicht passiert, wieder erst alles am Abend. Irgendwann an diesem Tag hatten wir beschlossen, dass uns die Mädels heute scheißegal sind und wir ne Schwulen-Show abziehen werden… 😀 Das hat super funktioniert und die Mädels sind voll drauf angesprungen. Als ich es irgendwann wagte Eine anzufassen, sind die beiden fast an die Decke gegangen, die haben es bis zum Ende durchgezogen, was die Mädels dann irgendwann nicht mehr interessierte…

SAMSTAG – Unser letzter Tag sollte noch mal was ganz besonderes werden, doch nur für mich… 😉 Nau und Micha lagen wie 2 Leichen den ganzen Tag im Zelt, während ich mit unseren tschechischen Nachbarn zur „Miss Mokre Tricko“-Wahl am Strand fuhr. Sowas hab ich noch nie erlebt, was da abging. Aus Deutschland kannte ich nur die Shows mit 3 arrangierten Mädels, Eimer Wasser ran schütten, eine wird zur Siegerin erklärt und Ende. Hier waren etwa 30 freiwillige Mädels, die sich einen kompletten Song unter einer eiskalten Dusche räkelten und nur 3 ihr T-Shirt anbehalten sollten. Vereinzelt gab es noch tiefere Einblicke, denn schließlich war Funk & Fernsehen auch am Start. Da hatten die beiden mal wieder was verpasst, aber der Abend sollte nicht minder aufregend werden. Zum Abschluss sollte es noch einmal ins Zamek gehen, dort angekommen blieben wir kurz nach der Treppe stehen und ich konnte nur noch Mädels sehen, kurze Hotpens, Netzoberteil, und das ganze im Neonlicht, das war zu viel für mich… 😉 Da keiner mitkommen wollte, suchte ich meine Pulle Schnaps und zog Richtung Bilý Kamen. Da angekommen besorgte ich mir noch 2 doppelte Cola-Wodka und mir ging es wieder gut. Die „Miss Mokre Tricko„-Wahl hier hatte ich glücklicherweise verpasst, aber die Dusche und der Pool das Schwimmbaseng war ja noch da. Die ganze Zeit versuchte ich, eine unserer Zeltnachbarn davon zu überzeugen, sich unter die Dusche zu stellen, was mir nicht gelang. Irgendwann tauchte dann Micha auf, ihn konnte ich dann doch überzeugen, uns gemeinsam zu duschen… Gesagt, getan, Handy, Geldbörse und Zigaretten den Nachbarn in die Hand gedrückt und ab gings samt Klamotten unter die Dusche. Plötzlich volle Beleuchtung auf der Bühne und vom DJ kam nur noch: „German rocks the show…“ Als wir nur noch in Shorts da standen, wollte ich alles. 🙂 Micha hatte nicht den Mumm und bot mir eine weitere Kiste Bier an, wenn ich allein die Hose fallen lasse… Wer mich kennt, weiß, sowas lass ich mir nicht entgehen und unten war sie… Danach hieß es Sachen schnappen, raus zum Zelt, wieder umziehen und wieder rein. Der Rest des Abends war dann ganz lustig, bis auf dass Nau mal wieder den Autoschlüssel verloren hatte, aber nicht einsah, zu suchen… Micha und ich fanden ihn dann 4 Meter neben dem Auto auf der Wiese, zum Glück!

SONNTAG – Nach kurzer Verabschiedung von unseren Nachbarn traten wir die Heimreise an. Eins stand aber fest, das war der Sommer unseres Lebens und wir kommen wieder, Jahr für Jahr…

Ich hoffe, ich hab nicht zu viel geschrieben und ihr konntet euch ein bißchen amüsieren…;-) Leider fehlen die Bilder, aber die Jahre danach sind welche entstanden… 😉

Doksy 2003 – Die Vorgeschichte

Nachdem sich Tschechin schon auf die folgenden Beiträge freut, will ich nicht länger damit hinterm Berg halten und endlich mal Worte sprechen lassen…;-)

Auch nach intensiver Suche im Doksy.de-Archiv und meiner privaten Fotos bin ich leider nicht auf Bilder aus dieser Zeit gestoßen, ich hoffe aber, ne spannende Story täuscht darüber hinweg…;-)

Als frisch gebackener Obergefreiter des Jägerbataillons 371 in Marienberg durfte ich diesen Rekordsommer nach einer Kiefer-OP (lange Geschichte)  im Juni mit völliger Gelassenheit angehen und meine restliche Dienstzeit mit Urlaub und KzH verbringen.  Nachdem ich die ersten Sonnentage mit Kumpels am Greifenbachstauweiher mit Grillabenden, Bierchen und anderen Köstlichkeiten verbringen durfte, wollten wir endlich mal weg aus der Heimat und den Urlaub richtig genießen. Einen heißen Tip bekam ich von Martin aus Usti nad Labem, wir kennen uns vom Fußball in Teplice, der meinte, Doksy wäre ein richtiger Geheimtip, weil ehrlich gesagt hatte ich davor nie davon gehört. Nach intensiven Studium der Doksy.de-Seite stand für mich fest, da will ich hin.

Bei meinen Kumpels stieß dieser Vorschlag auf wenig Gegenliebe, da war der Balaton, bei anderen Mallorca und Rimini Favorit und so stand ich alleine da mit meiner Idee. Ich ließ mich also von 2 Kumpels überreden, mit ihnen 5 Tage nach Rimini zu fahren…

In Rimini, italiänische Partymetropole an der Adria, war ich 3 Jahre zuvor schon einmal und weil wir auch damals jede Menge Spaß da hatten, bin ich mal wieder mitgefahren. Zwar hieß es hier jeden Tag ein neues Hotel suchen, da wir immer sehr spontan hierher kamen, aber das gehörte eben dazu. Blöd war nur, dass man mit dem einen Kumpel richtig gut feiern konnte und der andere den ganzen Tag von Autos erzählte, optisch kein Frauentyp war, damals noch immer bei Mutti wohnt und den ganzen Tag davon redet, dass er keine Frau abbekommt…

…sowas nervt und wenn ich im Urlaub bin, will ich nicht die ganze Zeit jemanden neben mir stehen haben, der jedes vorbeifahrende Auto nach technischen Daten eines bekannten Kartenspiels herbetet. Dabei ist mir doch dann auf offener Straße lautstark herausgerutscht, ´dass er sich doch mal hinter die Karre knien soll`, den Rest verkneif ich mir hier mal. 😀

Also hieß es Abend für Abend, wie werden wir unser Anhängsel los, um in Ruhe feiern zu können. Manchmal schaffte er es sogar bis in die Disco, aber nach einer lustigen Versteck-Aktion war er auch spätestens nach ner halben Stunde weg…;-) Der zweite Kumpel und ich hielten es meist aber auch nichtlange miteinander aus, spätestens als jemand ne Frau im Arm hatte, suchte der andere das Weite…;-) Man traf sich dann meist auf dem Rückweg am Strand oder im Hotel wieder, wo unser Auto-Freak schon schön schlummerte…:-D

5 Tage gingen hier viel zu schnell vorbei und ab ging´s wieder Richtung Heimat, da konnte uns auch ein Reifenschaden mitten in Italien nicht stoppen…;-)

Endlich zu Hause angekommen, ging es gleich wieder zum Stauweiher um mit den Kumpels die weitere Urlaubsplanung anzupeilen. Es war immerhin schon Mittwoch und am Freitag sollte es dann zum Motorrad-GP nach Brünn gehen und Montag weiter zum Balaton, so war zumindest meine Info. Diese Rechnung hatte ich allerdings ohne meine Kumpels Micha und Nau gemacht, diese sind in der Zeit, als ich in Rimini war doch glatt nach Doksy gefahren, um mal zu testen, ob sich das lohnt. Eigentlich hatten die beiden nur 1 oder 2 Abende geplant, blieben dann aber doch 5 Tage und waren hellauf begeistert, sodass der Balaton kein Thema mehr war! Ein bißchen sauer war ich schon, aber das sollte sich schnell wieder legen.

An diesem Nachmittag, ich war immer noch `Italo-geil´, hieß es natürlich nach Mädels umschauen…;-) Als da so eine Gazelle, vermutlich mit ihrem Großvater eine Runde schwimmen ging, sind uns fast die Augen heraus gefallen und ich meinte, dieses Geschöpf müsse man doch heute zum grillen einladen. Micha war da anderer Meinung und wettete gleich mal 2 Kisten Bier darauf, dass da nix klappt. Beim ersten Mal ist sie mir noch entwischt, als sie dann noch einmal wieder kam, um mit Oma schwimmen zu gehen, hielt mich dann keiner mehr auf. Während ihr Großmutter im Gespräch vertieft war, beäugte ich sie von oben bis unten, was mich weiter bekräftigte, sie anzusprechen. Gesagt, getan…

Nachdem ich mir den Rest des Abends anhören durfte, dass sie sowieso nicht kommt, wurden wir eines besseren belehrt. Nachdem wir einen super Abend verbracht hatten, meine Kumpels sich so langsam verabschiedeten, ergriff ich die Chance und hab sie geküsst, denn entgegen aller Erwartungen wollte sie auch nur das Eine…

Warum beschreib ich das alles werdet ihr euch fragen, aber lest ruhig mal weiter…:-D

Wir fuhren also noch zu mir und es ging verdammt schnell zur Sache. Nach der ersten Nummer …. sagte sie dann: „Du, ich muss dir was sagen.“ Was denkt man in so nem Moment? Ich weiß es nicht mehr, aber was dann kam, ließ mir doch fast die Spucke im Halse stecken bleiben. „Ich bin verlobt“ und in meiner tapsigen Art meinte ich dazu: „Ok, ich hab 2 Kisten Bier gewonnen“. Die waren mir eigentlich voll egal, aber im Eifer ist mir das eben raus gerutscht. Da wir jetzt alles ausgeplaudert hatten, konnte es ja dann weiter gehen…:-D

Zu früher Morgenstunde ist sie dann nach Hause gefahren und ich direkt zu Micha, weil ehrlich gesagt, konnte ich das noch nicht so ganz fassen, was in der Nacht ablief… Micha hat aber nichts besseres zu tun, als sie später anzurufen, sie wollte das mit den Bierkisten bestätigen, wovon er natürlich nichts wusste, und sie glatt zu nem Gals Rotwein am Abend einlud. Ich bekam nur eine verduzzte SMS, ob wir sie verarschen wollen. Nach nem kurzen Telefonat schlug sie mir dann vor, ´dass ich des Abends doch zufällig vorbei kommen soll, wir ne kleine Show abziehen und dann da weitermachen, wo wir des Morgens aufhören mussten.` Und glaubt mir, von so ner Frau lässt man sich das nicht 2 mal sagen…;-) Gesagt, getan, und den Blick von Micha werd ich nie vergessen…:-D

Endlich war es Freitag und es sollte nun nach Brünn und danach nach Doksy gehen.:-)

Auf die 2 Kisten und unseren 1. Doksy-Trip komm ich dann im nächsten Beitrag, seid mal gespannt…;-)

Zwönitzer Jungs

So, nachdem Tschechin jetzt auch einen gelungenen ersten Eintrag hier im Blog geschafft hat, versuch ich mich jetzt auch daran, meinen Gewinn 😀 einzulösen. Doksák hofft zwar wohl, dass ich jetzt von unserem schlimmsten peinlichsten Doksy-Erlebnis erzähle, aber das kommt später. Erstmal wollte ich mich uns vorstellen, damit ihr mal einen Blick auf uns bekommt und ihr uns im Sommer auch erkennt.

Wir, dass sind ein paar verrückte Jungs aus Zwönitz im wunderschönen Erzgebirge, die es seit 2003 jedes Jahr ins gelobte Doksy zieht, meist jedes Jahr in anderer Besetzung, aber der Harte Kern (Micha, Nau und ich) sind jedes Jahr am Start. Aus der Not geboren (erst war ein Balaton-Trip geplant), ist uns Doksy sofort ans Herz gewachsen, dass wir jedes Jahr aufs neue voll geil drauf sind. Mitlerweile wird unser jährlicher Doksy-Trip zum Wiedersehen mit alten Kumpels, da es uns quer in Deutschland verstreut hat. Micha ist jetzt in Soest, Sven in Stuttgart, Mario in Selb und ich in Hannover zu Hause. 2007 konnten wir unser 5-Jähriges feiern und taten dies natürlich auch…;-) Demnächst geb ich mal unsere jährlichen Doksy-Erlebnisse wieder, aber erst mal noch eine kurze Vorstellung:

Doksy 2007

von links: Sven, Matze (ich), Nau, Micha, Bochi, Kroppl und Schweinchen Babe 😉