Rätsel
Doksák am Montag, 17. Mai 2010 12:31 UhrWas könnte das sein?

Was könnte das sein?

Ich komme noch mal auf´s Essen zurück… Bei einem Ausflug nach Rumburk gabs in einer dortigen Pizzeria eine Überraschung. In der Speisekarte stand “Pizza mit Schinken” für 90 Kronen (knapp 4 Euro). In Doksy zahlt man etwas mehr. Marco bestellte sich diese Pizza und staunte! Lediglich der Teller hatte die übliche Größe einer Pizza…

Riesenpizza für nen schmalen Taler
Die Pizzeria befindet sich direkt am Marktplatz im 1. Stock (im gleichen Gebäude gibt es auch ein Bowlingzentrum und im Keller eine ganz gute Disco mit vielen weissen Ledercouches und weithin sichtbar numerierten Tischtelefonen). Jetzt will Speedy da auch unbedingt mal hin. :-)
PS: Dieses Schnitzel gabs auf einem anderen Ausflug - in Vetschau. Es sind 1,5 kg plus Salat und Bratkartoffeln. Sehr zu empfehlen aber nicht zu schaffen. Dass musste ich hier einfach noch mit erwähnen

1,5 kg purer Genuß
Vor kurzem waren meine tschechischen Gäste auf Grund eines XXL Schnitzel Wunsches in Dresden. Irgendwie nimmt es in letzter Zeit mit dieser Form des Essens überhand. Denn: Was es in Dresden oder Deutschland gibt, muß doch auch in Doksy möglich sein.
Gefragt, bestellt, verschlungen! Im Hotel Grand Doksy fragten wir bei einem Blitzbesuch Mitte der Woche nach einer 400g Version. Im Gegensatz zu Dresden hatte man es zwar nicht am Stück auf Lager aber man machte es möglich! Das Resultat durfte sich mehr als sehen lassen! Bomba! Eine riesen Platte mit 7! Schnitzeln, dazu Soße, Pommes und Beilage. Aber seht selbst. Einfach lecker!

XXL Schnitzel a la Hotel Grand Doksy!
Unser Probant hat es nicht ganz geschafft und wir durften zu unserer Freude noch ein wenig helfen. So langsam werden wir also zu Experten bei diesem Thema.
Schön, dass Koch Jirka so ad hoc alles möglich machte. Steht ja so nicht auf der Karte. Ab jetzt ist aber abnehmen angesagt.
Des Bieres überdrüssig bestellte ich letzthin im gelobten Doksy-Land eine große Cola. Ja es geht auch einmal ohne Alkohol und der Entwässerung des Körpers muß ja auch mal Einhalt geboten werden. Wobei, Cola ist ja nun auch nicht wirklich gesund! Spreche hier keine Empfehlung für die klebrige Brühe aus.
Aber eine Cola sollte es nun mal sein. Eine schöne Große! Alle am Tisch bekamen ihr Getränk. Nur ich schaute auf das Tablett, welches gerade die Runde machte und konnte “mein” Getränk mal wieder nicht entdecken. Sowas wundert mich im Normalfall natürlich nicht. Weit gefehlt! Die große Cola entpuppte sich nur als zwei Kleine. Entweder gabs kein großes Glas oder sie stand gar nicht so auf der Karte. Den Preis hab ich nicht geprüft.
Beim Bezahlen gings dann doch nicht ganz so schnell. 1 große Cola = 2 kleine + 1 Nachbestellung, welche dann doch noch vergessen wurde + die 2. Nachbestellung, welche geliefert wurde. Macht 3 kleine Cola (nicht 4 wie auf dem Zettel stand). War aber alles kein Problem. Nur lösen muß mans können. Nächstes mal gibts wieder Bier. Keine Probleme.

“eine große Cola”
Testgäste
Weiter gehts äußerst kulinarisch! Unweit des Hotel Kamyk an der Lesni Ulice befindet sich das Internetcafe-Revolutionsmuseum Stahlhelmkneipe oder wie immer man diese Institution nennen mag.
Oft von Erzählungen diverser Gäste gehört, hatten wir es bis jetzt noch nicht geschafft, dort mal einzutauchen. Ich steh ja durchaus auch auf Urigkeit aber irgendwie, naja. Eins muß man allerdings lassen. Langweilig wird es dort drin nicht, da es allerhand interessante Dinge zu entdecken gibt. Zu den Austellungsstücken gehören unter anderem diverse Waffen aus dem 1. und 2. Weltkrieg, wie eine Replik einer MP40 Maschinenpistole der Wehrmacht, welche über dem Tresen an der Wand baumelt. Weiter gibts Bilder von Lenin oder dem ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten Novotny. Wappen und zwei tschechische Uniformen sind auch zu sehen. Unterschiedlich große Granathülsen zieren die nähere Umgebung des Tresen.
Im hinteren Teil des Gebäudes, welches im Gastraumbereich eher der Betriebstkantine eines VEB (Volkseigener Betrieb) ähnelt, gibts HI TEC pur! Dort befinden sich rechterhand an der Wand aufgereit jede Menge PC´s. An der Tür wird angepriesen das Internet möglich ist. Wir hatten leider keine Zeit zum Testen. Wird schon stimmen.
In Mitten des Gastraumes baumeln an einer Leine jede Menge historische Stahlhelme. Tschechische, Russische und Deutsche konnten ausgemacht werden.
Ach ja, wir glauben, das hier das preiswerteste Bier in Doksy ausgeschenkt wird. Waren es 14 oder 16 Kronen? Na jedenfalls ist U20,-KC schon nicht einfach zu toppen. Welche Marke? Nicht mehr erinnerlich!
Spaziert man auf der “Hauptmagistrale” des Camp Klucek einfach nur gerade weiter in Richtung See, kommt man bald zu einer Gabelung. Links ab befindet sich in nur wenigen Metern Entfernung ein kleines gemütliches Restaurant. Eher für den etwas kleineren Hunger und natürlich auch für das geliebte Bierchen bestens geeignet. Gemütlich deshalb, weil es wirklich “direkt” am See gelegen ist, wie man erkennen kann. Wir haben es hier im Blog schon einmal ganz kurz erwähnt. Doksyfreund Lesche gab damals den heißen Tipp. Doksak und ich hatten nur mal geschaut, denn es hatte noch zu. Diesmal war gemeinsam mit Freunden Premiere mit einem Bierchen vor Ort. Wirklich sehr schön um zu verweilen!
Heute Abend ist wieder mal Schlachtabend im Hotel Grand Doksy und wir haben einen großen Tisch reserviert. Aufgetafelt werden verschiende Sorten lecker Fleisch, dazu musikalische Volksweisen für die tanzwütige Generation. Bis dahin haben wir noch ein paar Jährchen Zeit. Aber alles geht ja schneller als man denkt. Ich freue mich schon auf die Henkersmalzeit. Danach nur noch Salat für den Rest des Jahres.

Die Vorbereitungen für den Schlachtabend laufen auf Hochturen
Das Fleisch stammt ausschließlich aus tschechischer Haltung. Ob die sich rasant ausbreitende Schweinegrippe schon in Böhmen angekommen ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Ein Gegenelixier scheint ja demnächst als Impfstoff vorzuliegen. Somit sehen wir alles relaxed!
Hab mal wieder was lustiges gefunden: “Rührei von Nachbarn“. Ob der “Hühelkokteil” auch vom Nachbarn ist, wenn schon die Eier von dort kommen?

Quelle: comdirect.de
Wenn ich mir den immer besser werdenden Wechselkurs EUR:CZK ansehe, dann drängt sich mir der folgende Gedanke auf:
Juli 2008: 4 große Bier = 68 Kc / Kurs 22,96 = 2,96 €
4. Februar 2009: 5 große Bier = 85 Kc / Kurs 28,50 = 2,98 €
Man bekommt jetzt für das gleiche Geld ein ganzes Bier mehr! Der Trend bis zum Sommer 2009 (laut tschechischer Medien) spricht von einem Wechselkurs von 1:32, das würde heissen:
Juli 2009: 5 große Bier + 1 kleines = 95 Kc / Kurs 32,00 = 2,97 €
Fazit: Für knapp 3,00 € erhielt man im Juli 2008 2 Liter Gambrinus vom Fass, jetzt sind es schon 2,50 Liter und im Sommer 2009 werden es möglicherweise 2,80 Liter. Ich denke, diesen Sachverhalt sollte man als Optimist ruhig schon mal in die Urlaubsplanung aufnehmen.
Die Preise stammen aus der Sparta (unten). Bei Bedarf könnte man das Ganze noch für Bozkov-Cola ausrechnen (Sparta oben).
Diesen Spruch hörte ich von Alexis, als er dem Schockzustand nahe erspähte, welche Böhmische Spezialität da auf dem Teller liegt. Kennt Ihr das???


An vielen Tankstellen in Tschechien gibts mittlerweile eigene Backshops mit frischen selbstbelegten Brötchen und Baguettes, die wirklich sehr gut schmecken (seit ein paar Monaten auch in Doksy).
Aber in den Kühlregalen aller Tankstellen halten sich noch hartnäckig die legendären in Folie eingeschweißten Baguettes mit gaaaanz viel Majonaise. Ich hab mal eines dieser schmackhaften Folien-Exemplare für 30 Kronen (ca.1,20 Euro) gekauft, seziert und gegessen.
Bewertung: Lieblose Zubereitung am Fließband, Geschmack wie aufgeweichter Pappkarton, Elastizität einer Feinstrumpfhose und Konsistenz eines Schwammes. Der Teig bleibt beim Abbeißen an den Zähnen kleben weil er die Adhäsionskraft von Sekundenkleber gepaart mit der Haftkraft eines angefeuchteten Saugnapfes an einer Glasscheibe hat! Ein Getränk zum Nachspülen sollte unbedingt vorhanden sein, sonst hat man noch lange Zeit die Teigklumpen an den Zähnen kleben. Aber es stopft den Magen und sättigt extrem.
Appetitkiller
Fazit: Nur genießbar, wenn der Hunger größer ist als der Verstand! Es gibt zwar geschmacklich auch bessere Folien-Baguettes, die ca. 50 Kronen (2,00 Euro) kosten, aber auch auf diese trifft die Konsistenzbeschreibung zu.
Verwunderlich: Die eingeschweißten “Gummiboote” sind teurer als die knusprigen selbstgebackenen (und reichlich belegten!) Brötchen bzw. Baguettes des Tankstellen-Backshops. Mal sehen, wie lange sich die “Folien-Delikatessen” zukünftig noch in den Kühlregalen halten werden…
Wir haben wieder leckeren Käse probiert und da wollte ich fix mal an dieser Stelle eine Empfehlung loswerden. Ich meine jetzt speziell den “Jadel” Käse auf dem Foto rechts. Zuerst hatten wir uns im kalten Zustand eine Scheibe abgeschnitten, das war okay. Aber so richtig lecker ist das Zeug, wenn man kleine Scheiben für etwa 10-15 Sekunden in der Mirkowelle bruzzelt, ein echter Genuß. Schönen Tag noch !

Fadenkäse, Steichwurst & “Jadel”
Nachdem letzthin Zwönitzer (wir berichteten) einen leckeren Hermelin bei seinem Besuch in Doksy probieren durfte, die Reaktion wurde beschrieben, war ICH nun gestern im Club EXIT25 dran, einen weiteren von Doksak empfohlenen Käse zumindest mal zu probieren. Doksak ist ja für dergleichen Experimente bekannt. Er bestellte sich einen sogenannten Nakládaný Romadůr. Klingt irgendwie schon gefährlich. So wie er ihn bekommen hatte, sah er gar nicht mal “so” schlecht aus. Vielleicht wie ein Frischkäse, drauf Kräuter und Gewürze, drumherum Paprika oder Peperoni und etwas Brot dazu.

Da ich zu später Stunde auch etwas Hunger hatte, dachte ich, ich nehm mir mal eine klitze kleine Ecke. Was ein Fehler! Ich hätts ahnen können. Leute, wisst ihr wie es ist, wenn man die Zunge an eine Flachbatterie hält? Dieses Kribbeln? Nun erhöhe man die Spannung auf 220 Volt und bekomme eine Ahnung wie es mir erging, als ich in dieses Teil rein biss. Das war schlicht weg die Hölle! Ich fragte Martin, den Barmann, ob der Käse 5 oder 6 Jahre schon da steht. So langsam begann diese Waffe nun auch noch ihren Geruch zu entfalten. Ich finde noch immer keine Worte! Widerlich trifft es glaube ganz gut. Doksak hingegen mampfte genüsslich. Ich verleierte die Augen und musste etwas Abstand nehmen, da ich sonst vom Schemel gefallen wäre. Ohne Mist! Martin amüsierte sich köstlich über mich. Ich hatte nun von diesem winzigen Bissen einen dermaßen Geschmack im Mund, dass es mir siedend wurde. Mit einem letzten Bier versuchte ich zu neutralisieren.

Es half nichts. Wer jetzt denkt ich komm so langsam zum Ende der irrt. Doksak, dem sowas unendlich zu munden scheint, bestellt sich doch nicht etwa noch so ein Ding und fragt, ob er es mit heim nehmen kann? Ich dachte jetzt gehts aber los! Also er bekam einen neuen Teller auf dem der Käse (oder was immer es ist) offen drauf liegt. Mit diesem Gepäckstück gings nun heim. Doksak zur Bar Tür heraus, eine Fahne von diesem unmenschlichen Geruch hinter sich her ziehend (Gott Lob keine Leute in Sicht). Selbst auf der Straße konnte man das Dingens riechen! Bio-Alarm in Doksy! Meine Schritte wurden schneller und ich hatte bald einen Vorsprung von ca. 20m. Ich ließ Doksak keinen Meter näher kommen. Am Haus gab ich dann unmissverständlich zu verstehen, das der Teller keinen Zentimeter über die Türschwelle kommt oder ich fahr sofort noch heim. War ja für heute geplant. Es gab ein Einsehen und der Käse blieb in einer Pfanne verschlossen vorm Haus. Drinnen versuchte ich den Geschmack weiterhin mit einer Nudelsuppe, mit Milch und noch einem Schnäpschen zu eliminieren. Es gelang nur bedingt. Irgendwann gegen 2:00 Uhr schlief ich ein. Heute geht es geschmacklich wieder. Nur ein kleines Bäuerchen ist noch etwas gefährlich! Macht euch keine Sorgen. Zurück aus Doksy bin ich soweit ok!
Nachdem die Dresdner am gestrigen “Osterdienstag” Doksy verlassen hatten, hatte sich für den Abend bereits neuer Besuch angekündigt, allen Bloglesern als Zwönitzer bekannt. Das Bett im Zimmer 104 des Hotels Grand wurde somit gar nicht erst kalt, da Blasni genau dieses Zimmer erst Stunden vorher verlassen hatte.
Dagegen wurde es draußen um so kälter. Ich glaube so viel Schnee, wie gestern abend in wenigen Stunden gefallen ist, lag hier den ganzen Winter nicht.

erster Zwönitzer im Doksy-Winter
Aber im Exit wars gemütlich und wir redeten über Gott, Doksy und die Welt. Unser Zwönitzer durfte hier an diesem Abend auch eine neue kulinarische Erfahrung machen (eingelegter Hermelin zum Bierchen). Wie es ihm geschmeckt hat, wird er bestimmt beschreiben, sobald er wieder online ist. Jedenfalls wars ein netter Abend und wenn Du mal wieder in der Nähe bist, gibts Utopenci zum Bierchen!

eingelegter Camembert (Hermelin)
Gestern waren Undertaker, Blasni, Alexis und ich in Doksy im Restaurant “Bily Labut”, in dem es ganz gut schmeckende Pizza gibt. Beim Lesen der Speisekarte stellte Alexis die Frage: “Rybky, das ist doch Fisch, oder?”. Ich sagte ja. Darauf Alexis: “Komisch, wieso wird denn das mit H geschrieben?”. Ich: Achso, dann sind es Steinpilze.”
rybky - kleine Fische(?)
hříbky - Steinpilze
Kann ja mal passieren ![]()